Dies ist das einzige Thema dieser Seite, bei dem der Hund Hilfe gibt, statt sie zu empfangen. Ein Assistenzhund führt einen blinden Menschen, hebt auf, was eine Hand nicht mehr greifen kann, warnt vor einem Anfall, beruhigt ein autistisches Kind. Er schenkt eine Autonomie, die nichts anderes schenkt.
Was weniger bekannt ist: Die Ausbildung eines Blindenführhundes kostet etwa 25.000 Euro, fast vollständig durch Spenden finanziert, und der Hund wird seinem Empfänger kostenlos übergeben. Die Ausbildung dauert achtzehn bis zwanzig Monate, die Wartelisten erstrecken sich über Jahre, und in Frankreich werden von fast zwei Millionen sehbehinderten Menschen nur etwa 1.500 von einem Blindenführhund begleitet. Der Engpass ist nicht die Nachfrage. Es sind die Finanzierung und die Aufnahmefamilien.
Denn vor der Schule verbringt jeder künftige Assistenzhund sein erstes Jahr bei einer ehrenamtlichen Familie, die ihn sozialisiert und ihm die Grundlagen beibringt. Es ist ein besonderes Engagement: einen Welpen aufzuziehen, wohl wissend, dass er weggehen wird, für jemanden, der auf ihn wartet. Die Schulen bilden diese Familien aus, betreuen und begleiten sie eng.
Drei Wege, sich für diese Sache einzusetzen: die Ausbildung eines namentlich benannten Hundes finanzieren oder als Pate unterstützen, Aufnahmefamilie für einen Welpen in Vorausbildung werden, wenn in Ihrer Nähe eine Schule existiert, und ihre Zugangsrechte durchsetzen, denn einem Assistenzhund den Zutritt zu einem öffentlichen Ort zu verweigern, ist in vielen Ländern illegal.
Ein Orientierungspunkt fürs Spenden, wo auch immer Sie sind: Assistance Dogs International und die International Guide Dog Federation akkreditieren seriöse Schulen weltweit. Eine von einer der beiden Föderationen akkreditierte Schule wendet geprüfte Standards für Ausbildung und Wohlergehen an.